Gesegnete Weihnachten

Veröffentlicht in Gesellschaft mit Tags am 25. Dezember 2009 von veci99

Hallo meine Lieben!

Ich wünsche euch ein gesegnetes Weihnachtsfest. Nützt die Zeit zum ausspannen und Kräfte tanken. Die letzten Tage und Wochen waren stressig, da braucht der Geist eiinfach auch einmal eine mentale Pause. Am Stand die Seele baummeln lassen, oder wer es sportlicher mag, in den Bergen schifahren. Aber auf jeden Fall, nehmt euch die Zeit für euch selbst um über das nachzudenken, was jeder erreicht hat, was gut und was nicht so gut war. Und eben nicht vergessen, Kraft tanken für die Zukunft, denn die könnt ihr selbst gestalten. In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein schönes Fest.

Alles Liebe!

Weihnachtsfeier

Veröffentlicht in Gesellschaft mit Tags am 11. Dezember 2009 von veci99

Montag war ich bei einer wunderbaren Weihnachtsfeier in der Eventpyramide. Es war ein stimmungsvoller Abend unter gleichgesinnten. Wir haben Bilanz über das Jahr 2009 gezogen. Es lief gut in diesem Jahr, keine Rückschläge und wir konnten unsere Ziele erreichen, ja sogar deutlich übertreffen. So unbeschwert war dieses Jahr allerdings nicht, es kostete sehr viel Arbeit und Einsatz von allen. Doch wie man so schön sagt, der Erfolgt verleiht Flügel. So nebenbei hatten wir auch ein tolles Rahmenprogramm, Kabarett, Artisten und Showeinlagen kamen nicht zu kurz. Die Feier dauerte bis weit nach Mitternacht und neimand hat sein kommen bereut. Im Gegenteil man sah nur  zufriedene Gesichter und fröhliche Menschen.

Es war eine Feier die uns auf Weihnachten und den Jahrswechsel einstimmte. Und so nebenbei, haben wir auch gleich die Ziele für das kommende Jahr 2010 festgesetzt. Ich gestehe, ich freue mich sehr auf die Aufgaben im nächsten Jahr. Es wird spannend werden, ob wir von einem doch beachtlichen Niveou eine Steigerung zustande bringen. Aber wer mich kennt der weis, wer nichts riskiert, hat schon verloren. Mir ist schon bewußt, dass heuer ein optimales Jahr war. Selten hatte ich so einen Lauf wo einfach alles was ich mir vorgenommen hatte, auch erreicht werden konnte. Daher bin ich durchaus demütig und genieße diese Zeit. Das Weihnachtsfest wird heuer besonders schön werden.

Ich werde die Feiertage über zuhause bleiben. Die Wohnung ein wenig aufputzen, Christbaum schmücken, Kekse backen und Freunde zum Essen einladen. Heuer mache ich keine großen Geschenke, ich schenke den Menschen die ich liebe einfach Zeit. Ich werde gut für sie kochen, tolle Weine genießen und so für ihr leibliches Wohl sorgen. Und zu Silvester werde ich mir noch etwas Besonderes einfallen lassen. Im Neuen Jahr mache ich dann zuerst einmal ein paar Tage Urlaub. ausspannen, relaxen und Seele baummeln lassen, ist angesagt. Selbstverständlich in Österreich,in irgend einer schönen Berghütte, dort wu es ruhig ist. Wo ich Kraft tanken, meine Gedanken ordnen kann.

Ich wünsche euch allen noch eine besinnliche Adventzeit und nicht vergessen, nicht die Geschenke machen Weihnachten aus. Das Innehalten, die Zeit mit den Liebsten verbringen, darauf kommt es an. 

Party !!!!!!!

Veröffentlicht in Privates mit Tags am 30. November 2009 von veci99

Heute ist es wieder einmal soweit, ich werde ein Jahr weiser. Das letzte Lebensjahr hat mir ein paar graue Haare gebracht, die waren es aber auch wert. Eigentlich lief alles nach Wunsch und so habe ich mich heuer sehr auf meinen Geburtstag gefreut. Nichts was meine Stimmung trüben könnte.

Vorige Woche war ich auf Kurzurlaub, eigentlich wollte ich arbeiten und ein wenig ausspannen kombinieren. Aber daraus ist nichts geworden, die Arbeit blieb liegen. Bis auf eine Firmenexkursion, die im übrigen sehr Interessant war. Wir hatten ein geiles Zimmer gebucht. Mit einem Whirlepool 2×3 Meter groß. Und eine Dusche, wo locker 4 Personen gleichzeitig drinnen stehen könnten. Düsen von allen Seiten, herrlich.

So bin ich heute echt ausgeruht und relaxt wie seit langem nicht mehr.

Alle Ziele die ich mir in diesem Jahr gestellt hatte, konnten erreicht werden. Mit ein wenig Glück hole ich mir heuer auch noch den Bonus. Ein kleines  Weingut in NÖ. Es war immer mein Traum in meiner Pension einmal auf einem Weingut zu arbeiten. Guten Wein herzustellen. Und der Wein aus diesem Gut ist wirklich ein besonderer Tropfen. Er wird sogar in der 10er Marie, ein bekannter Heuriger in Wien ausgeschenkt.

Familiär lief es auch gut. Mein Sohn hat endlich den Ernst des Lebens begriffen und geht nun in die Fachhochschule. Er nimmt sein Studium maximal ernst und lernt brav. Mal schauen, ob er es drauf hat. Begeistert ist er auf alle fälle und privat geht es ihm auch sehr gut. Kein Wunder, viele neue Bekanntschaften und Dates. Leider kommt er durch den Leistungsdruck nicht so wirklich zum genießen, aber zwischendurch………..

Heute vormittag habe ich noch ein paar Termine zu absolvieren, aber ab Nachmittag wird Party gemacht. Darauf freue ich mich schon die ganze Zeit. Prost!  

Die Dinge des Lebens

Veröffentlicht in Privates mit Tags , am 18. November 2009 von veci99

Das war der Titel eines Filmes, der 1970 in Frankreich gedreht wurde. Romy Schneider als Geliebte an der Seite vom Michel Piccoli. Ein wunderbarer Film, sehr gute Kameraführung und tollem Drehbuch. In diesem Film ging es um Liebe, Tod, Schmerz und ungezwungenem Leben.

Ich kann nur jedem Empfehlen, schaut euch diesem Film an, es lohnt sich.

Nun möchte ich wieder in die Realität zurückkehren. Die Themen in den Medien lauten Studentenproteste, Arigona, N. Kampusch, Pensionssystem und Lohnverhandlungen. Alles emotioanallisierte Berichte um vor den wirklich wichtigen Themen abzulenken. Und derer gibt es ja zur Genüge. Staatsverschuldung, Bildungsreform, Verwaltungsreform und die Umsetzung und Folgen des Lissabon Vertrag. Als gelernter Österreicher weis ich, einfach nicht darüber aufregen, hilft ja eh nichts. Die Politiker machen was sie wollen.

Aber es gibt auch mein privates Leben. Und in diesem Bereich hatte ich heuer Glück. Ich konnte mich völlig neu orientieren, habe neue Projekte begonnen und bin zurzeit dabei, auch mir privat einen Lebenstraum zu erfüllen. Was genau dieser Traum ist, möchte ich heute noch nicht verraten. Aber sobald ich alles unter Dach und Fach habe, werde ich es euch mitteilen.

Die Firmenneugründungen Anfang des Jahres waren ein wichtiger Baustein in meiner Neuorientierung und haben sich bisher sehr gut entwickelt. Mein Konzept, welches gut ausgearbeitet und umgesetzt wurde, konnte nun die Früchte ernten. Alles ist weniger stressig als früher. Gut strukturiert arbeitet mein Netzwerk. Jeder bringt seine Stärken ein und absolviert das festgelegte Arbeitsprogramm.

Dieser Tage steht auch mein Geburtstag an und ich freue mich darauf. Ein Jahr älter, ein paar graue Haare mehr auf meinem Kopf, ein Jahr weiser geworden. Ja so vergeht die Zeit und ich frage mich, was wird mir mein neues Lebensjahr bringen? Neugierig wie ein Kind blicke ich in meine Zukunft.

Halloween

Veröffentlicht in Gesellschaft, Humor mit Tags am 28. Oktober 2009 von veci99

Nun basteln die Kleinen schon brav an gruseligen Kürbisköpfen. Der Handel freut sich auf Millionen Umsätze und einige lästern über die Amerikanisierung unserer Kultur. Alles Unsinn, Feste soll man feiern wie sie fallen, immer und überall.

Man muß ja nicht die tollsten und teuersten Kostüme kaufen, braucht auch nicht beim Unsinn Türenbetteln mitmachen. Aber ein zusätzlicher Tag zum Feiern ist schon etwas Schönes. Die Menschen gehen aus, alle sind happy, grade in solchen Zeiten ist es doch schön dem Alltag zu entfliehen.

Mir persönlich ist Halloween viel lieber als Allerheiligen. Ich mag Friedhöfe nicht besonders. Aber das gerade an diesem Tag alle die Gräber besuchen, jeder mit finsterer Miene herumläuft, dass finde ich gruselig. An liebe Verstorbene denkt man doch das ganze Jahr über. Da brauche ich keine Kerzen am Grab anzünden. Menschen die mir etwas bedeuten, die ich geliebt habe, die trage ich immer in meinem Herzen.

Und ich denke auch oft und gerne an sie. An meine geliebte Oma etwa, die leider viel zu früh verstarb, oder an eine ganz besondere Frau, die mir durch eine schwere Krankheit genommen wurde. Ja, ich finde, wenn ich beim Halloween feiern mit guter Laune an diese Menschen denke, dass sie vielleicht gerade von da oben runter schauen und sehen könnten, es geht mir gut und ich habe Freude am Leben. Da bin ich mir sicher, sie würden sich darüber sehr viel mehr freuen, als über eine Kerze am Grab und ein stilles Gebet.

Ich denke an die Menschen, wie sie im Leben waren, an die schönen guten Zeiten, an ihr Lachen oder Weinen, an ihre Augen, ihre Ausstrahlung.

Manchesmal wenn ich im Bett liege und nicht schlafen kann, da denke ich sehr gerne an diese wunderbaren Menschen. Und es tut gut, solche Gedanken zu haben, es tut meiner Seele gut, dass ich nichts von den wunderbaren Erlebnissen vergessen habe. Wehmut und Freude sind die Gefühle, die in solchen Momenten abwechselnd hochkommen.

Schlimm ist es nur, wenn man stirbt und keiner merkt es, keiner denkt an dich. Es wäre so, wie wenn du nie geboren wurdest. Daher ist es mir auch sehr wichtig, den Menschen die ich Liebe zu meinen Lebzeiten auch zu sagen, wie wichtig sie für mich sind.

Ich denke auch gerne an die Menschen, wo der Kontakt abgerissen ist. Gleich aus welchen Gründen, auch diese Menschen habe ich in mein Herz geschlossen und sie werden in meinen Gedanken und Herzen immer einen Platz haben.

halloween_kuerbis

Krise was nun?

Veröffentlicht in Gesellschaft mit Tags , am 12. Oktober 2009 von veci99

In diesen Tagen wird viel über die Krise geschrieben. Das Schlimmste wäre vorbei, wir haben sogar wieder Wachstum und die Auftragsbücher der Industrie werden wieder voller. Viele Betriebe kehren wieder zur Vollzeit zurück. Alles erfreuliche Meldungen, wenn es leider nur die halbe Wahrheit ist.

Schauen wir doch ins Detail. Der Staat halt Geld für die Banken bereit gestellt, um die Finanzmarktsituation zu beruhigen. Dies scheint nun zu wirken, die Situation an den Geldmärkten scheint sich zu normalisieren.

Der Staat hat auch Geld für Infrastrukturmaßnahmen bereit gestellt, diese Verzögern sich leider, einfach weil die Planungsphase, die Bewilligungsphase viel Zeit in Anspruch nimmt und danach erst die Bauphase mit der Umsetzung beginnt. 

Insgesamt scheint mir, dass die Politik leider diese Krise nicht als Chance begriffen hat. Keine Initiativen in Umwelttechnologien, keine Projekte mit erneuerbaren Energien, warum Österreich nicht unabhängiger machen? Statt dessen wird sehr viel Geld in eine Pipeline gesteckt, die durch Krisengebiete verläuft und uns im Grunde nur noch stärker den Erdgasproduzierenden Ländern aussetzt.

Auch wurde die Chance auf eine Verwaltungsreform einfach vergeben. Hier könnten wir Geld einsparen, welches wir für die Rückzahlungen dringend brauchen werden. Aber es gibt doch ein Pröll oder Häupl nie und nimmer Macht auf und macht den Weg zu einer wirklichen Reform der Verwaltung frei.

Und man kann auch feststellen, dass wir die Chance jetzt in Bildung zu investieren, einfach vergeben. Wir liefern uns hier einer Gewerkschaft aus, die nur mehr alte Pfründe sichern und die weder den Weg für Junglehrer frei geben, noch mehr Stunden arbeiten wollen. Eine ganz traurige Bilanz, wäre es doch hier eindeutig als richtungsweisenden Weg in die Zukunft zu sehen. Eine Signalwirkung. Schaut her, wir nehmen viel Geld in die Hand um unsere Schüler und Studenten so gut auszubilden, dass sie im vereinten Europa gute Jobchancen hätten.

Und nun kommen wir zum wichtigen Thema Forschung. Ebenfalls wäre hier Geld in die Hand zu nehmen und verstärkt wie eingangs erwähnt, auf erneuerbare Energien zu setzen. Umwelttechnologie ist heutzutage doch längst der Markt, der berechtigte Wachstumshoffnungen trägt. Wo, wenn nicht in die Umwelttechnologie sollten wir in Österreich investieren?

Wir haben doch im Land einige Regionen, wo alternative Energie optimal genutzt wird. Güssing, oder im Waldviertel einige Gemeinden, oder aber auch in Kärnten, die gerade in diesem Bereich zu den Vorreitern Österreichs zählen.

Alles in allem haben wir die Krise hinausgezögert, das dicke Ende kommt erst, wenn wir diese horrenden Staatsschulden zurückzahlen müssen. Scheinbar dürfte es hier schon zu einem Schulterschluss zwischen ÖVP und SPÖ geben. Zahlen werden wie immer die kleinen, die Dummen, die ohne Lobby. Also die Steuerzahler, die noch Steuern zahlen. Und klar werden auch die Pensionsbeiträge, sowie insgesamt die Sozialversicherungsbeiträge kräftig teuerer werden. Wie sonst sollten wir uns das Heer von Beamten und frühpensionierten ÖBBler die mit 52 Jahren in Pension gehen, leisten können?.

Insgesamt denke ich, wird das soziale Klima im Land deutlich kälter werden. Es wird mehr gesellschaftliche Spannungen geben, als uns lieb ist. Integration ist doch ein Thema, welches nur Emotionen schüren soll. Und hier müssen wir halt mit eine FPÖ rechnen, die noch deutlicher und ungenierter als bisher in diese Kerbe schlagen wird. Und die Orangenen und die Grünen werden zu Statisten degradiert. Die einen diskutieren welche Partei sie nun sein möchten. Die Anderen wie sie noch mehr Asylwerber unterbringen können.

Die Krise wird erst noch kommen und zwar deutlicher als wir alle uns in den schlimmsten Albträumen ausmalen.  

Kleines Witzchen

Veröffentlicht in Humor mit Tags am 5. Oktober 2009 von veci99

Keiner, Niemand und Blöd treffen sich bei Blöd in der Wohnung.

Keiner und Niemand gehen auf den Balkon und Keiner fällt herunter. Niemand ist völlig aufgeregt, rennt zu Blöd und sagt: „Blöd, Du musst einen Krankenwagen rufen, Keiner ist vom Balkon gefallen!“
Blöd rennt sofort zum Telefon, wählt die Notrufnummer und sagt: „Hilfe, helfen Sie uns, Keiner ist vom Balkon gefallen und Niemand hat es gesehen!“
Darauf der Sanitäter: „Sagen Sie mal, sind sie Blöd?“ -“ Ja

Wahnsinn

Veröffentlicht in Gesellschaft mit Tags am 18. September 2009 von veci99

ist wohl der passendste Ausdruck, die Geschehnisse dieses Abends mit einem Wort zu beschreiben.

Es war unser erster Spieltag in der Europa League – dem hochfrisierten UEFA Cup – mit einem „Heimspiel“ gegen den Hamburger Sportverein, der zu diesem Zeitpunkt die deutsche Bundesliga anführte. Das Wort Heimspiel deswegen mit Apostroph, weil die Umsiedlung ins, nicht gerade geliebte Happel Stadion – vorwiegend aus finanziellen Gründen – von der grün-weißen Fanszene mit Mißfallen, Skepsis und Befürchtung begleitet wurde. Sowohl in sportlichen wie auch supportmäßigen Belangen. Beides erwies sich – zumindest an diesem Spieltag – als unbegründet.

Die, diesem Spieltag würdige Choreographie, bestand zunächst in der Präsentation eines großen Rapid Wappen im zweiten Rang, welches von einem Ultras-Wappen und dem Wien-Wappen flankiert wurde. Als nächstes wurde ein Spruchband mit dem Text: „Rapid marschiert, Wien regiert, ganz Europa wird paniert!“ ausgerollt. Als krönender Abschluß tauchten die Ränge in der C/D Kurve in grüne (1. Rang), weiße (2. Rang) und wieder grüne (3. Rang) Plastikfähnchen ein. Ein kolossales Bild, passend zu dem Spiel!

Der Lärmpegel war schon vor Anpfiff des Spiels äußerst beeindruckend… Beim Warmsingen und Hüpfen beteiligten sich auch die seitlichen Sektoren. Dies ließ stimmungsmäßig doch einiges erwarten und hoffen, dass der Funke von C/D auch während der 90 Minuten weiter auf die anderen Stadionbesucher übersprang, und unserem Team eine rapidwürdige Unterstützung gaben – so wie es sich verdient hat und gewohnt ist.

So geschah es dann auch in der ersten Halbzeit. Toller Fahneneinsatz, laute und intensive Gesänge – ausgehend vom 1. und 2. Rang C/D – hallten durch das Happel–Oval. Beim „wer nicht hüpft, der ist aus Hamburg….“ beteiligte sich immer wieder das komplette (!) Stadion (natürlich außer dem Gästeblock im 3. Rang A) und hinterließ bei den Hanseaten wohl nur staunende Gesichter. Die Rahmenbedingungen für einen grandiosen Fussballabend in grün-weiß waren gegeben, nun lag es an der Elf am Feld nachzuziehen. Und dies geschah dann auch in sehr beeindruckender Form.

Zunächst konnte Jelavic alleine aufs Tor laufend und den Hamburger Goalie überspielend, keinen Torjubel auslösen, weil sein Schuß ins leere Gehäuse noch auf der Linie von einem heranstürmenden Verteidiger abgewehrt werden konnte. Einige Minuten später war es der Genieblitz von unserem geliebten Kapitän Steffen Hofmann, der einen Freistoß von schrägem Winkel direkt ins lange Eck donnerte. Zig-tausende Menschen im Stadion schrieen, hüpften, lagen sich in den Armen, weinten vor Freude und vieles mehr… Kurzum ein Torjubel, den der Prater (wenn überhaupt) schon lange nicht mehr erleben dürfte. Doch dies war erst der Beginn…!

Noch in der ersten Halbzeit führte eine – aus unserer Sicht gesehen – glückliche Verkettung von Fehlern in der HSV Abwehr zum 2-0! Unser Euro-Goalgetter Jelavic brauchte den Ball nur aus kurzer Distanz ins Tor kicken. Nach einem weiteren intensiven Torjubel, verfestigte sich langsam der Gedanke, dass hier und heute tatsächlich etwas sehr großes Entstehen kann. Ein Abend, von dem noch lange erzählt werden mag.

Während man vor und zu Beginn des Spiels die mitgereisten Hamburger sehr wohl vernehmen konnte, war es spätestens nach dem 2-0 aus mit der Herrlichkeit. Der kollektive ohrenbetäubende Lärm von B/C/D/E übertönte die – wohl mehr oder weniger lauten – Gesänge im Auswärtssektor. Zu Beginn der zweiten Halbzeit sorgte der Gästebereich zwar für ein optisches Highlight, als die aktiven Gruppen ihren Bereich mit Bengalen erhellten, aber das war es dann auch schon wieder.

In der zweiten Hälfte drückten die Hamburger vermehrt Richtung Rapid-Tor, jedoch stand unsere Abwehr perfekt. Zu einer richtigen Torchance kam der Gegner erst gar nicht. Rapid konzentrierte sich aufs Kontern.

Die 75. Minute markierte einen weiteren Höhepunkt des Spiels. Fast 50.000 Fans klatschten die Rapidviertelstunde ein. Ein kollektives, rhythmisches Klatschen, dass eher an Kanonendonner oder Fabrikslärm erinnerte. Wenn einem Rapidspieler dabei nicht die Gänsehaut überkam, war er nicht aus Fleisch und Blut. Mit Beginn dieser letzten 15 Minuten kam unser jüngster Spieler am Feld – Drazan – nach einem weiten Abschlag von Payer zum Ball und gab ihn erst in Form eines Weitschuß Richtung HSV-Tor ab. Der Tormann mochte den Ball nicht parieren und so stand es 3-0. Die Gesichter nach diesem Tor ähnelten jenen in Salzburg, beim legendären 0-7: Ein Staunen, ein Grinsen, unpackbare Gefühle, und die Ungewißheit nicht doch zu träumen oder im Himmel zu sein… Mit einem nicht enden wollenden Lachen auf dem Gesicht, wurden die letzten Minuten supportet. Man war einfach nur unbeschreiblich glücklich. Auch wenn man optimistisch ins Spiel gegangen ist – da wir „zuhause“ jeden Gegner schlagen können – hat niemand mit so einer grandiosen Vorstellung und einem drei-Tore-Unterschied gerechnet.

Das Foto des Endergebnisses auf der Anzeigetafel wird bei allen Besuchern wohl einen besonderen Stellenwert in ihrer Fotosammlung haben und beim Betrachten noch lange ein glückliches und geiles Gefühl auslösen!

Kurz vor Abpiff gab es dann noch eine Schalparade zu bewundern, die sich lückenlos um das gesamte Happelstadion erstreckte. A/B/C/D/E/F tauchte in ein Meer von Grün und Weiß.

Die Mannschaft verabschiedete sich von uns, tanzte und sang mit uns, schwenkte unsere Fahnen und genoß den Augenblick des Triumphes!

Ein Abend, in dem ein geiler Höhepunkt einen anderen ablöste!

ALLES ZITTERT VOR RAPID !

Blecha & Kohl

Veröffentlicht in Gesellschaft mit Tags , am 17. September 2009 von veci99

Es gibt sie doch, die Muppet Show. Die beiden Herren in der Loge, die immer kritisieren, heißen in Wahrheit Blecha & Kohl. Traute Zweisamkeit zweier ideologisch verschiedenen Parteien. Einig nur in der Koalition gegen die Junge Generation. Einig im Streben nach Privilegien, die immer auf Kosten der nächsten Generationen gehen.

Was geht in solchen Köpfen eigentlich vor? Sie waren als Politiker doch verantwortlich, unser Pensionssystem so umzugestalten, dass auch die nachfolgenden Generationen noch gesicherte Renten erhalten sollten. Doch wie schaut dies in der Realität aus? Zwei Erwerbstätige müssen heute bereits einen Pensionisten finanzieren.

Wie ungustiös und unsolidarisch ist es eigentlich, in Zeiten der Krise, wo wir alle erhebliche Einbusen hinnehmen müssen, völlig ungeniert einen eigenen Index als Argument für eine Pensionserhöhung zu fordern? Wie dreist ist es denn Herr Kohl und Herr Blecha, sich auf eine Studie der OECD hinzuweisen, im wissen, dass es sich um eine bereits völlig veralterte Studie handelt.

Für wie dumm halten uns diese beiden Herren mit ihren Organisationen?

Bestimmt denken diese beiden Herren, egal was kommt, für mich wird es noch reichen und hinter mir die Sinnflut. Aber aufgepaßt meine Herren!

Die junge Generation läßt sich nicht mehr ruhig stellen. Wir leben im Zeitalter des Internet, der mobilen Kommunikationswelt. Wir werden uns zusammen schließen und einmal klar und unmißverständlich unseren Standpunkt klar machen.

Wir, die junge Generation, die unter 50 jährigen, werden uns nicht mehr auf der Nase herumtanzen lassen. Keine Frühpensionen mehr, keine Propagandatricks in Sachen Pensionen. Wir wollen, wir fordern, dass ein System in Anwendung gebracht wird, dass leistbar ist und nur das Ziel hat, auch den jüngsten unter uns, ein annähernd soziales Pensionssystem zu hinterlassen.

Und weil es auch gerade hier reinpaßt, wie schaut es denn im Gesundheitswesen aus? Wer verursacht hier denn diese horrenden Kosten? Wir sollten eine faire Generationsdebatte beginnen. Ohne sich ein Blatt vor den Mund zu nehmen oder Probleme schön zu reden.

Reisebericht Birmingham

Veröffentlicht in Gesellschaft, Humor mit Tags , am 29. August 2009 von veci99

Mittwochmorgen, ca. 7:30 Treffpunkt am Flughafen München mit meinen 3 Reisekollegen. Alle noch mit deutlichen Abdrücken des Kopfpolsters im Gesicht aber bereits bemerkenswerter Motivationspegel. Eingecheckt, Gepäck aufgegeben, Duty free geplündert, Sitzplatz in einem Restaurant gefunden. 3 Erdinger Weißbier und 1 Bretzen auf nüchternen Mangen sollten für vortreffliche Stimmung sorgen. Einnahme der zuvor voll besetzten Raucherzone durch 4 lautstarke asoziale Wiener Proleten. Das erste highlight die Passkontrolle. Zwei meiner Mitreisenden vertauschten ihre Dokumente und bemerkten diesen Umstand erst, als der zweite beim Durchgehen vom Polizisten mit falschem Vornamen angesprochen wurde. Offenbar sind auch die bayrischen Bullen überarbeitet. Meine Passkontrolle führe dazu, dass ich einen fanatischen Bayern und Red Bull Hasser in Uniform kennen lernte, der RAPID das wünschte was einen Tag später passieren sollte, den Triumph über die Inselaffen. Ein herrliches Erlebnis, das uns noch weiter Motivation einhauchen sollte.

Der Flug gestaltete sich turbulent, ein durchaus bekannter User dieses Forums sollte dafür sorgen, das mit den 4 RAPIDlern im Flieger eine Stewardess völlig ausgelastet wurde. Nachdem der Biervorrat des Flugzeuges vernichtet wurde, und auch das „catering“ fest in Wiener Hand war, führte der einzigartige Charme des Martin_1 auch noch dazu, das uns der gesamte Lebenslauf des Bordpersonals bekannt wurde. Die lautstark im gesamten Flugzeug verkündete Verbindung aus Speisenwahl und sexueller Ausrichtung (Truthahn= hetero, Käseweckerl = Schwuchtel) führte dazu, dass die Lufthansa auf den Käsesandwichs sitzen blieb und Truthahn rasch „ausverkauft“ war. Die Tatsache, dass alle Passagiere die alkoholfreie Getränke bestellten, ausgebuht wurden, führte wohl zu massivem Alkoholkonsum beim Piloten, der bei der Landung fast mit den Tragflächen die Landebahn streifte.

Angekommen am Manchester Airport (Flüge nach B’ham waren bei unserer Buchung schon aus) machte man sich auf die Suche nach einer geeigneten Transportmöglichkeit in die Heimstätte von Aston Villa. Alle Mietwagenbüros wurden aufgesucht, die Zuginformation belagert, der Taxistand heimgesucht. Auf Anhieb entstand eine gewisse Sympathie zu einem Taxilenker der sich als Tony vorstellte und zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, dass er wenige Stunden später zum Präsidenten der RAPID Sektion Manchester werden würde, und ein wichtiger Bestandteil unserer Eroberung des United Kingdom werden sollte. Langer Rede kurzer Sinn, nach kurzer Preisverhandlung die auf sofortiger, gegenseitiger Sympathie basierte, saß man im Taxi nach Birmingham und ließ sich in die Geheimnisse der Fanszene von Manchester City einweihen, wo der Chauffeur offenbar ein sehr aktives Mitglied ist. Telefonisch organisierte uns der Fahrer ein Hotel, das genau in der Mitte zwischen Stadion und „offiziellem Hotel“ gelegen war. Nun ja, 1 Stunde und 40 Minuten später bezogen wir unsere Unterkunft im Premier Inn in Birmingham. Die violette Tagesdecke, die über die Betten gespannt war, sucht da Hotelpersonal heute noch,… (Richie dein Zippo hat nichts damit zu tun,… :-)

Hunger, Durst und ein kurzes Telefonat mit bigjohn führten uns dann in das Stadtzentrum. Der Weg sollte uns in ein sensationelles Pub führen, wo wir um 5,99 Pfund einen gemischten Grillteller und unsere erste Pint Bier verabreicht bekamen. Bereits zu diesem Zeitpunkt fiel uns die Freundlichkeit, Offenherzigkeit und die Fussballverücktheit der Eingeborenen auf. Jeder Kontakt mit einem Einwohner Birminghams gereichte der Stadt und dem Land zur allerbesten Werbung. Hier erklärt man dir nicht einfach den Weg, man geht mit dir raus auf die Strasse, zeigt dir den Weg und geht wenn notwendig sogar bis zur nächsten Kreuzung mit. Wann immer man fragte wo wir herkamen, stellten wir die Geographiekenntnisse der Leute auf eine harte Probe. Der englische Name für unser Land darf ja uns gegenüber nicht ausgesprochen werden. Also mussten die Leute die richtige Aussprache von „Österreich“ lernen, um von uns nicht gelyncht zu werden. Immer wieder unterhaltsam. – im Mutterland des Fussballs verstand man aber nach kurzer Erklärung immer, dass unser Land und unser Erzfeind im Englischen gleich heißen, und daher Vorsicht geboten ist.

Nach Abschluss der Nahrungsaufnahme ging es dann zum offiziellen Hotel wo man einige Forumsuser traf und mit selbigen (Danke Klubservice!!) den off. Bus zum Abschlusstraining bestieg. Über eine Busfahrt mit bigjohn könnte man ein ganzes Buch schreiben. Jeder der das erlebt hat, weiß wovon ich rede – wer es nicht weiß, ich plane die Veröffentlichung eines Bestsellers zu diesem Thema,…

Das Stadion lässt alle Anwesenden vor Neid erblassen. Ein wahres Schmuckkästchen. Die Art und Weise wie man old style und Moderne miteinander kombinieren kann, ohne jemals kitschig zu werden ist beispielhaft. Auch wenn uns die Eingeborenen darauf aufmerksam machen, dass Birmingham FC der Kultverein ist und Aston Villa die Geldschweine sind, so hat sowohl Verein als auch Stadion eine bemerkenswerte Tradition und die Heimstätte der Inselaffen hat definitiv etwas für sich. Alle Tribünen mit 2 Rängen, liebevoll vom Verein mit Schriftzügen in Vereinsfarbe verziert. (man stelle sich vor, dass der Block West von der Stadionverwaltung so gestaltet würde, dass die unterschiedliche Farbe der Sitze den Schriftzug „Block West“ ergäbe. – Hammer!)

Das Abschlusstraining verläuft in bester Stimmung, die Spieler haben zwar angestrengt konzentrierte Gesichtsausdrücke, aber man merkt am unterschwellig dreckigen Grinsen permanent, wie sehr ihnen die „Mission Vernichtung der Inselaffen“ Spaß macht. Hier möchte ich besonders Mario Konrad hervorheben, dessen Dauergrinser selbst am zweiten Rang noch ansteckend wirkte. Es wird konzentriert gearbeitet, aber die gute Laune in der Mannschaft erfüllt uns mit absoluter Zuversicht. Der Glaube an sich selbst, drückt sich hier bereits deutlich aus.

Die Kommentare die von den mitgereisten 2 Tagesflieger Leuten in Richtung Spielfeld und auch sonst wo hin kamen, erspare ich euch, aber es gibt da gewisse unbestätigte Gerüchte, dass die performance des Stefan Maierhofer am nächsten Tag, auf die Konsumation eines Lollys und der damit verbundenen Ereignisse an Bord zu tun haben könnten,… Der Dialog zwischen Spielern und Fans ist bei RAPID eben ein Erfolgsgeheimnis,… :-)

Nach dem Training ging es mit den Bussen wieder zurück Richtung Hotel, und die Übernahme der Reiseleitung durch bigjohn, und das intensive „coaching“ des Buschauffeurs, der mit Fug und Recht der „Michael Schumacher der Busfahrer“ genannt werden darf, führten zu tumultartigen Szenen mit überdurchschnittlichem Unterhaltungswert. Die Kommunikation zwischen einem Erzwiener und einem „island monkey“ beinhaltet den Angriff auf die Lachmuskeln ganz automatisch. Hervorheben möchte ich die Entstehung der Freundschaft zwischen BJ und dem Buschauffeur:

BJ: what is your football team?
ein leicht eingeschüchterter Inselaffe flüstert ganz leise „Chelsea“
BJ, der die Antwort zwar verstanden hat, aber sie wohl als zu leise eingestuft hat: what!
der Busfahrer, der zuvor gleichzeitig SMS geschrieben hat, den Sitz von BJ gerichtet hat, und uns mit „wahnsinniger Geschwindigkeit“ durch die Tücken des Linksverkehrs chauffiert hat, zittert nun am ganzen Körper, wiederholt aber deutlich verständlich „CHELSEA FC!“ – noch immer nicht ganz sicher wie sein imposantes Gegenüber reagieren würde,…
BJ bricht in massive Freudenskundgebungen aus, und versucht den Busfahrer bei Tempo 100 im Ortsgebiet zu umarmen. Dies konnte jedoch mit Verweis auf unser aller Sicherheit gerade noch verhindert werden…
Die versuchte Mikrofondurchsage des BJ im Bus wird durch immer wieder gleich beim ersten Wort aufkommende Zwischenrufe in Stadionlautstärke unterbrochen. Da war doch irgendwas im off. 2 Tagesflieger wo sich ein gewisser Andy M. zu Wort melden wollte, und immer wieder durch Zwischenrufe unterbrochen wurde,… jaja, BJ – das hattest nun davon :-)

aus der Konversation zwischen Busfahrer und BJ möchte ich die besten Zitate veröffentlichen:
herst oida, you are all island monkeys!
fucking Insel!
herst, du fohrst auf da foischen Stroßenseitn.
Oida in des Tunnö kum ma ni eine, do homma a Cabrio nochher.
I waß net wos, du rauchst, oba konn I a wos davon hom.
Der Busfohra is leiwand, nüchtern oba voi drauf. Genau wie ich!
Herst du muaßt do obiagn, kennst di net aus?
Der fiührt uns jetzt in die Hittn von villa hardcore und don samma hin.
Herst Bernardo, der is Bum zua, und sitzt auf da foischen Seitn vom Bus.

jeder zweite Satz des Busfahrers war „fucking bastards“ – wir sind uns nach wie vor nicht sicher, ob er andere Verkehrsteilnehmer meinte oder uns, aber Leute die mit einem Reisebus mit quietschenden Reifen in einen Innenstadttunnel fahren, dürfen sowieso alles. Schade, dass der nur links fahren kann, weil sonst hätten wir ihn mitgenommen,… :-) Das anschließende Fotoshooting mit dem Busfahrer, deutet aber darauf hin, dass er uns auch mochte,… :-)

Der Abend verlief in netter Atmosphäre und belebte die umliegende Gastronomie, sowie die Hotelbar. Die Tatsache dass, Pubs um 24 Uhr nach wie vor, alle Gäste rausschmeißen führte dazu, dass Martin_1 und ich die ortsansässige afghanische Systemgastronomie hochleben ließen. Ein Chicken Burger von dem man eine Woche hätte essen können, um 2,99 Pfund, wäre eine Grund auszuwandern.

Der wahre Höhepunkt sollte aber noch kommen, denn der Matchtag selbst, stellte alles bisher da gewesene in den Schatten. Unsere kleine Gruppe teilte sich auf. Eine Hälfte fuhr zum Flughafen, die andere ins Stadtzentrum. Nachdem alle Flieger angekommen waren, wurden sämtliche Pubs, Strassen und Plätze im Stadtzentrum von B’ham besetzt und zur grün weißen Zone umgebaut. Was zu jeder Zeit positiv auffiel, war die Art und Weise wie die Einwohner mit uns umgingen. Wenn du beim Derbytreffpunkt am Reumannplatz in die Gesichter der Passanten schaust, siehst du in der Regel nur Angst und Unverständnis. Nicht so, in Birmingham. Grüppchenweise umherspazierende ältere Damen grinsten uns freundlich an, und wenn es zu Gesprächen kam, dann sprachen sie aus englische Fussballverücktheit und wünschten uns, dass wir die bastards von Villa aus dem Bewerb schießen. Die Sympathie und das Verständnis, dass uns allerorts entgegen gebracht wurde, war schon auch mal eine neue, und andere Erfahrung. Man hätte erwartet gehasst zu werden, doch ganz im Gegenteil alle waren fasziniert von diesem mob.

Um die Mittagszeit herum versammelte sich dann der Großteil der mitgereisten Grünen im Stadtzentrum von Birmingham und eine lautstarke Ehrenrunde durch die Stadt zu drehen und allen zu zeigen, wer heute Abend als Sieger vom Platz gehen würde. Schön zu sehen, wie so etwas ganz normal abgehen kann. Keine vermummten Staatshooligans in Rüstungen und mit drohend erhobenem Schlagstock sondern einfach nur ein paar Bobbys, die ebenfalls faszinierte Gesichtsausdrücke an den Tag legten und beeindruckt wirkten, wie friedlich und einfach nur supportgeil der mob von RAPID durch eine Stadt ziehen kann. Die Aufrufe der Vorsänger zu Disziplin und Konzentration auf das Wesentliche erzielte die beste Wirkung. Man hatte das Gefühl, dass sich alle der Aufgabe bewusst waren, und im Dienste und Interesse der Mannschaft und unserer Farben einfach nur alles geben würden.

Der Nachmittag wurde zum kollektiven Vorglühen und Einstimmen genutzt, bis man endlich zum Treffpunkt und Abfahrtsort der bereit gestellten Busse kommen konnte. Selbst bei der Einfahrt ins Stadion, wo man erwartet hätte, endlich mit ausgestrecktem Mittelfinger und sonstigen Hass Gesten begrüßt zu werden, verlief auf die mittlerweile gewohnte Art und Weise. Die Leute grinsten uns freundlich an, winkten und gaben uns das Gefühl von Respekt und Bewunderung. Dies führte dazu dass ein Busmitfahrer die Aussage „herst es Trotteln, wir san de onderen, es miaßts uns auspfeifen und schimpfen, sonst kenn ma uns net aus“ tätigte.

Ein highlight war der Einlass ins Stadion, der durch so kleine Eingänge vor sich ging, dass mancher nur mehr „da quer“ hinein gehen konnte. Als ich kurz vor der Tribüne war hörte ich bereits ein gellendes Pfeifkonzert und dachte, nun würde unsere Mannschaft einlaufen. Als ich wenige Momente später den oberen Rang erreichte, bemerkte ich, dass unser Block die Heimmannschaft „begrüßte“ was den neben mir gehenden Kollegen zu einem „herst, wir ham a Heimspiel in Birmingham“ sagen ließ. Beim Anblick der leeren Ränge gegenüber und neben uns, wurde mir das erste Mal bewusst, dass wir unseren Heimvorteil ganz einfach aus dem Hanappi mitgebracht hatten. Beeindruckend.

Obwohl man die Vorsänger des wichtigen, technischen Hilfsmittels „Megaphon“ beraubt hatte, und andere wichtige Supportmittel verboten waren, war stimmungsmäßig während der gesamten 90+ kein Nachteil zu erkennen. Ganz im Gegenteil. Gut eingeschworen, hoch konzentriert, wusste jeder im Block was zu tun war, und vielleicht war es ganz genau dieser Umstand, der zu einer ekstatischen Leistung, des magischen Blocks führte. Leute, die man noch nie zuvor gesehen hatte, die man auf den ersten Blick als „Sitzplatzschwein“ ausmachen würde, gaben alles und noch mehr. Die Unterschiede der Tribünen verschwammen im gemeinsamen Bestreben eine übermenschliche Supportleistung zu bringen. Mein größter Respekt an alle Beteiligten sei hier nochmals zum Ausdruck gebracht.

Zum Spiel selbst sei angemerkt, dass man bis auf die ersten Minuten der zweiten Hälfte mit Aston Villa auf Augenhöhe mitspielte, frech und ohne jegliche Angst agierte, und die Zuversicht, die Sensation zu schaffen, unser ständiger Begleiter war. Hervorheben muss man die Herrschaften Soma, Hofmann, Drazan, Jelavic und Payer, die an diesem Tag, wie auch der Rest von Mannschaft und Block zu unsterblichen Helden wurden. Auch die Einwechslung des gewohnt (über)motivierten SM9 trug das Ihre zum Erfolg bei. Das Stellungsspiel und die Sicherheit des Ragnvald Soma verdient eine eigene Erwähnung!

Die Abwehr des ersten Elfmeters führte auf dem oberen Rang zu einem Jubel, der es mit jedem Torjubel hätte aufnehmen können. Als Nikica Jelavic das erlösende Tor erzielte, und die Mannschaft vor dem Block zum Jubeln zusammen kam, sah man auf den Heimtribünen fassungslose Gesichter. Wie sehr das Wechselspiel und die Wechselwirkung zwischen Fans und Mannschaft bei RAPID funktioniert, dürften 22.000 Engländer noch nie zuvor erlebt haben. Sprachlos starrten sie in unsere Richtung und waren fasziniert, wie sehr der 12.te Mann ein Bestandteil des Gesamtkunstwerks RAPID Wien ist. Diesen Eindruck bestätigte man uns in Gesprächen nach dem Spiel. Nachdem unser Folterknecht aus Spanien (Schiedsrichter) sich nach einer für uns stundenlangen Nachspielzeit die Pfeife zum letzten, alles beendenden Pfiff in den Mund steckte, brachen alle Dämme. Wildfremde Leute lagen sich in den Armen, kugelten über Sitze, Stufen und übereinander, schrieen zusammenhangloses Zeug, weinten, lachten, kreischten und erlebten schier unfassbare Emotionen. Gestandene Mannsbilder der Generation 40+ lagen sich weinend in den Armen und erlagen ihren Gefühlen. Es war vollbracht, trotz aller Fassungslosigkeit wurde klar, dass man etwas ganz Großes und Unvergängliches erreicht hatte. Willenlos umherwankende Leiber, ekstatisch verzerrte Gesichter und unverständlich kreischende Menschen fielen übereinander, wohin man auch schaute. Bis lange nach Schlusspfiff hatte die grün weiße Armee gezeigt, dass man die „fucking Insel“ erobert hatte. Sportlich und in allen Herzen. Die Mannschaft, und die an diesem Abend wichtigsten Protagonisten wurden endlos gefeiert, die Ausgelassenheit und Emotionalität der Spieler und Fans kannte keine Grenzen mehr. Vor dem Stadion, lange nach dem Schlusspfiff, wurde jeder bekannte und auch unbekannte Grüne gehalst, abgebusselt und mit dem Wunsch nach einer guten Heimreise verabschiedet.

Nun hieß es zurück in unser Hotel, Sachen packen, die restlichen Alkoholika vernichten und sich abreisefertig zu machen. Eine kleine, bescheidene Feierlichkeit, bei der wir uns alle 4 mit allgemeiner Sprachlosigkeit aber dem Wissen, dass wir bei einem der größten Momente in der RAPID Geschichte dabei waren, verkürzte die Wartezeit. In der Zwischenzeit meldete sich unser Taxifahrer Tony, telefonisch und krächzte ein „fucking villa“ und „welcome to Europa League“ ins Telefon. Als er beim Hotel ankam, fiel auch er uns um den Hals und beglückwünschte uns dazu dass wir die „fucking bastards“ aus dem Bewerb geworfen hatten. Nach etwas mehr als einer Stunde kamen wir in Manchester an und eroberten singend und mit Tränen in den Augen die Abflughalle. Wenige Stunden später erreichten wir München, fielen uns nochmals um den Hals und verabschiedeten uns von einander, in dem Wissen, dass wir bei etwas ganz Besonderem dabei waren.

Danken möchte ich meinen 3 Mitreisenden, allen Bekannten und Unbekannten die wir auf der Insel trafen, der Mannschaft, dem Trainer, dem Klubservice und Andy Marek, sowie sämtlichen Inselaffen, die wir in 2 Tagen kennen lernten. Sie alle waren und sind Bestandteil eines unglaublichen Moments in meinem Leben!